Google stawia na Kraków. 300 nowych stanowisk pracy w kompleksie Tertium
Google uruchomiło w Krakowie drugie biuro, wzmacniając rolę miasta jako jednego z kluczowych hubów inżynieryjnych koncernu na świecie. Nowa przestrzeń w kompleksie Tertium przy ul. Lublańskiej...
Raport „Światłowód Play”: gdzie w Polsce płynie najwięcej gigabajtów
Najwięcej danych w Polsce zużywa się dziś nie w ścisłych centrach metropolii, lecz na ich obrzeżach i przedmieściach – wynika z raportu „Światłowód Play”. Analiza zanonimizowanego ruchu w sieci...
Największe lotnisko w Polsce pracuje na jednym pasie po wykryciu spękań
Jedna z dwóch dróg startowych Lotniska Chopina w Warszawie została wyłączona z użytku po wykryciu drobnych spękań podczas rutynowej inspekcji. Jak poinformował Piotr Rudzki z biura prasowego...
Resort klimatu stawia na mobilne butelkomaty i cyfrowy zwrot kaucji
System kaucyjny w Polsce przygotowuje się do pierwszego pełnego sezonu letniego z nową infrastrukturą. Ministerstwo Klimatu i Środowiska zapowiada uruchomienie mobilnych butelkomatów, które...
Dziesiątki tysięcy miejsc pracy pod Wrocławiem. Tajwańczycy wybierają Miękinię
Miękinia pod Wrocławiem została wybrana na lokalizację jednego z najbardziej ambitnych projektów technologicznych ostatnich lat w Polsce. Tajwańskie Stowarzyszenie Producentów Sprzętu...

Umweltallianz warnt vor Tausenden toten Fischen in der Tideelbe – Kritik an Elbvertiefung wächst

10.06.2026


In der Hamburger Elbe hat sich das alljährliche Sauerstoffloch in diesem Jahr deutlich früher und mit besonders niedrigen Werten ausgebildet. Nach Angaben des Bündnisses „Lebendige Tideelbe“ ist die Sauerstoffkonzentration im Bereich des Hamburger Hafens bereits Anfang Juni an mehreren Messstationen unter die kritische Marke von vier Milligramm pro Liter gefallen. An der Station Seemannshöft bei Finkenwerder wurden zeitweise weniger als zwei Milligramm pro Liter gemessen – ein Bereich, den Umweltverbände als akut tödlich für viele Fischarten einstufen. An derselben Station wurde zuletzt sogar ein Wert von 1,4 Milligramm pro Liter registriert.

Auch an der Messstation Blankenese zeigte sich ein ähnliches Bild: Dort sank der Sauerstoffgehalt zeitweise ebenfalls auf unter zwei Milligramm pro Liter. Im Vorjahr waren vergleichbare Werte erst rund zwei Wochen später aufgetreten. Das Bündnis aus BUND, Nabu und WWF warnt, der Hamburger Hafen werde damit Jahr für Jahr zu einer „Todeszone“ für Wasserorganismen. Nach Einschätzung der Verbände verenden bei solchen Bedingungen Tausende Fische unbemerkt unter der trüben Wasseroberfläche; betroffen seien sowohl Jungfische als auch ausgewachsene Tiere.

Besonders kritisch ist die Lage für Fischlarven und Jungfische, die den belasteten Abschnitten nicht ausweichen können. Nach Angaben der Umweltorganisationen gilt alles unter vier Milligramm Sauerstoff pro Liter als gefährlich, Werte unter zwei Milligramm lassen den Tieren kaum Überlebenschancen. Als besonders gefährdet nennen die Verbände den Stint, eine Leitart der Tideelbe, aber auch Wanderfische geraten unter Druck, weil niedrige Sauerstoffgehalte ihre Wanderbewegungen und Fortpflanzung beeinträchtigen. Erste Totfunde – darunter zwei Störe, einige Brassen und zahlreiche vom Aussterben bedrohte Blankaale – meldete bereits der Anglerverband Hamburg.

Die Hamburger Umweltbehörde bestätigt die kritischen Messwerte in den Bereichen Blankenese, Seemannshöft und Bunthaus und hält lokale Fischsterben, insbesondere bei Jungfischen und Larven, für sehr wahrscheinlich. Als Ursachen werden mehrere Faktoren genannt, darunter hohe Wassertemperaturen, Nährstoffeinträge, Algenwachstum und geringe Oberwassermengen. Das Bündnis „Lebendige Tideelbe“ sieht zusätzlich den Ausbau der Fahrrinne und die jüngsten Maßnahmen zur Elbvertiefung als zentrale Treiber des jährlichen Sauerstofftiefs. Gemeinsam mit BUND und WWF fordert der Nabu, Flachwasserzonen zu schaffen und die letzten Baggerarbeiten zur Vertiefung zurückzunehmen. Die zusätzliche Tiefe der Fahrrinne werde kaum genutzt, argumentieren die Verbände – die ökologische Belastung der Tideelbe sei dagegen jedes Jahr deutlich sichtbar.